Stundengebet
Das Stundengebet, auch Tagzeiten oder Tagzeitengebet (evangelisch) genannt, ist Teil der Liturgie der Kirche. Es wird in den katholischen, orthodoxen und in einigen evangelischen Kirchen gepflegt. Das gemeinschaftlich vollzogene Stundengebet in einer Ordensgemeinschaft wird Chorgebet genannt.
Das Stundengebet wird in der kirchlichen Tradition interpretiert als Antwort auf das Apostelwort „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thessalonischer 5,17) und das Psalmwort „Siebenmal am Tag singe ich dein Lob und nachts stehe ich auf, um dich zu preisen“ (vgl. Psalm 119, 62.164).
Sinn des Stundengebets ist es, einzelne Tageszeiten zu heiligen, mit ihrer Besonderheit vor Gott zu bringen und zugleich das Gebet der Kirche rund um die Erde nicht abreißen zu lassen. Auch das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnete die Heiligung des Tages als das Ziel des Stundengebetes.
Heute erfolgen die Gebetszeiten über den ganzen Tag verteilt und umfassen: Laudes (Morgengebet), Terz, Sext, Non, Vesper (Abendgebet), Komplet (Nachtgebet).
Für das Stundengebet gibt es verschiedene Bücher (Großes Stundengebet | Kleines Stundenbuch) aber auch Gebetstexte im Internet. Das “Stundenbuch online” finden Sie hier:
Ein ähnliche Form bieten die Benediktiner der Abtei Maria Laach mit dem “Te Deum” an: Morgen- und Abendlob, Schriftlesung und Nachtgebet greifen in vielen Elementen Texte der Bibel auf, spirituelle Impulse atmen den Geist der Bibel.