Krankensalbung: Stärkung und Aufrichtung im Leid
In der Krankenseelsorge kümmert sich die Kirche um Kranke und Sterbende. Es geht um Leib und Seele. Dazu gehört die Krankensalbung. In ihr wird den Kranken Heil und Heilung durch Christus zugesprochen.
Früher wurde der Priester oft erst am Ende gerufen. Man sah ihn fast wie einen Todesboten. Die Krankensalbung hieß im Volk „letzte Ölung“. Das Zweite Vatikanische Konzil hat dies geändert. Heute gilt sie als Sakrament des Lebens. Sie soll stärken und im Leid aufrichten. Sie schenkt auch Vertrauen auf das ewige Leben.
Auslegung der Hände und Salbung mit Öl
Die Krankensalbung kann früh empfangen werden. Zum Beispiel vor einer schweren Operation. Oder bei den ersten Anzeichen einer ernsten Krankheit. Sie kann mehrfach gespendet werden. Oft werden Kranke und ältere Menschen gemeinsam dazu eingeladen.
Dem Kranken werden die Hände aufgelegt. Er wird mit Öl gesalbt. Daher kommt der Name „letzte Ölung“. Die Bedeutung ist aber tiefer. Es geht nicht zuerst um körperliche Heilung. Es geht um Befreiung von der Sünde.
Die Krankensalbung kann auch Bewusstlosen gespendet werden. Sie ist ein Zeichen der befreienden Zusage Gottes. Trotzdem sollte es möglichst früher geschehen. Angehörige und Pflegepersonal sollen darauf achten. Der Kranke soll das Sakrament bewusst empfangen können. So kann er es persönlich bejahen.
(NG|K)
Erreichbarkeit eines Seelsorgers
Die Ahauser Priester (Stadt Ahaus, Wüllen & Wessum, Alstätte & Ottenstein) übernehmen im wöchentlichen Wechsel den Krankendienst: Über die Zentrale des St. Marien-Krankenhauses in Ahaus versuchen sie, eine Erreichbarkeit rund um die Uhr zu gewährleisten. Sollten Sie also in einem dringenden Fall - z. B. für die Spendung der Krankensalbung - einen Priester benötigen, melden Sie sich bei der Krankenhaus-Zentrale (T. 02561 990). Von dort aus wird der diensthabende Priester benachrichtigt.
Entscheidend ist nicht, durch den Glauben die Krankheit zu verlieren, sondern mit dem Glauben in der Krankheit zu bestehen.