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title: Manege frei für den Quantwicker Zirkus
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date: 2025-08-25
modified: 2026-03-03
categories:
  - Veranstaltungen + Aktionen
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# Manege frei für den Quantwicker Zirkus

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   Von Hobby zum Lebenswerk:
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Trödelhändlerin spendet Kirche 400.000 Euro
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***Vohenstrauß*** ‐ Seit über 30 Jahren betreibt Christa Wildenauer einen Flohmarkt in der Oberpfalz – und spendet alle Einnahmen. Was als Trödelaktion beim Pfarrfest begann, wurde zum Lebenswerk. Dieses Vollzeit-Hobby bescherte ihr nicht nur Auszeichnungen.

   04.08.2025    Lesezeit:

 Christa Wildenauer ist in Vohenstrauß, einem kleinen 7.500-Seelen-Ort in der Oberpfalz, längst eine lokale Berühmtheit: Seit über 30 Jahren verkauft sie auf ihrem Kunst- und Krempelflohmarkt Leinentischdecken, Porzellan und Spitzenunterhemden. Selbst Kunden aus der Slowakei, Russland oder China haben bei der gelernten Einzelhandelskauffrau schon eingekauft.

Den gesamten Erlös – nach Schätzungen ihres Pfarrers Alexander Hösel inzwischen rund 400.000 Euro – hat die Rentnerin gespendet. Zuletzt flossen 10.000 Euro an die [Pfarrkirche](https://www.katholisch.de/artikel/204-kirche-kathedrale-und-co), die derzeit restauriert wird. Auch die evangelische Gemeinde, der Kindergarten, die Kinderkrebshilfe und das Tierheim profitierten in den vergangenen drei Jahrzehnten von ihren Spenden. "Eigentlich habe ich alle Vereine in Vohenstrauß unterstützt", sagt die 72-Jährige.

**Ihr Trödelgeschäft hat mit einem Flohmarkt auf dem Pfarrfest angefangen**

Für ihr Engagement erhielt Wildenauer zahlreiche Auszeichnungen – darunter zwei Medaillen des [Bistums Regensburg](https://www.katholisch.de/artikel/63646-bistum-regensburg-stellt-seelsorge-in-der-flaeche-neu-auf), einen Förderpreis der Sparkasse und die Bundesverdienstmedaille. Preisgelder, die damit verbunden waren, hat sie selbstverständlich gespendet.

Begonnen hat alles 1991. Damals bot der Leiter des Caritas-Alten- und Pflegeheims in Vohenstrauß dem Pfarrgemeinderat zwei Zimmer voller Nachlässe an, die Angehörige nicht haben wollten. Wildenauer erklärte sich bereit, damit einen Flohmarkt beim Pfarrfest der Gemeinde zu organisieren. Am Ende blieb Einiges über, erinnert sie sich. Also nahm sie die Sachen mit nach Hause.

Die nächsten Tage riefen immer wieder Menschen bei ihr an, um nach bestimmten Gegenständen zu fragen. Andere meldeten sich und wollten etwas zu ihrem Flohmarkt beisteuern. Denn es sprach sich rum, dass Wildenauer alle Einnahmen spendete.

Zu jeder Gelegenheit baute sie ihren Flohmarktstand auf: beim Erntedankfest des Frauenbunds, auf dem Adventsmarkt oder beim Pfarrfest. Wildenauer achtete immer darauf, dass sie keine Standgebühren zahlen muss, damit die Spendensumme nicht geschmälert wird. "Da bin ich ein bisschen geizig", sagt sie.

Mit der Zeit sammelte sich immer mehr Trödel an. Der eigene Wintergarten und ein Schaufenster des familiengeführten Autohauses mussten als Lager herhalten. Um das Chaos zu beseitigen, baute ihr Mann kurzerhand die Scheune in Garten zu einem kleinen Laden um. Die Regale sind mit allerlei Kram vollgestellt.

Seither vergeht kaum ein Tag, an dem Wildenauer nicht mit dem Flohmarkt beschäftigt ist. Nachbarn und Fremde kommen vorbei, stöbern durch die Regale und suchen nach kleinen Schätzen. Manche kommen mit ihr ins Gespräch, teilen sogar ihre Sorgen mit ihr.

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